Themen und Termine

Für Privatgruppen sind auch Termine nach Vereinbarung möglich (Gruppenpreis ab 100,- € zzgl. MWSt.).

Wann immer ich Münchner Laute höre: Literarisches München zur Zeit Thomas Manns

Bei einem Rundgang durch die Ausstellungsräume der 2016 wiedereröffneten Monacensia tauchen wir ein in das literarische München von der Bohème bis zum Exil. Wir begegnen Frank Wedekind und Oskar Maria Graf, Franziska zu Reventlow und Grete Weil, Liesl Karlstadt und Karl Valentin und nicht zuletzt Literaturnobelpreisträger Thomas Mann, dem die Dauerausstellung „Literarisches München“ gewidmet ist. Die Sonderausstellung „Mon Oncle“ befasst sich mit zwei weiteren prominenten Mitgliedern der Künstlerfamilie Mann: Klaus Mann und seinem großen Vorbild Heinrich Mann.
Treffpunkt: Monacensia, Maria-Theresia-Str. 23
Freitag, 12. Januar 2018, 14:30 bis 16:30 Uhr 
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-bayern.de

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Der bekannte Spruch des Bohème-Schriftstellers Otto Julius Bierbaum bildet das Leitthema dieser literarischen Tour durch die Maxvorstadt. Sie hören Humorvolles, Hintersinniges, Anekdotisches von namhaften Literaten und Künstlern, deren Werke Erinnerungen an das Stadt(teil)leben von der Bohèmezeit bis in die Nachkriegsjahre wach werden lassen. Thema sind u. a. die Erlebnisse des Simplicissimus-Hausdichters Joachim Ringelnatz ebenso wie die Kindheitserinnerungen des "Amalienstraßlers" Gerhard Polt. 
Treffpunkt: Georgenstraße 24
Nächster Termin: noch offen
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-bayern.de

Kneipen und Kaffeehäuser Treffpunkte der Münchner Literaten

"Das Leben ist eine Begleiterscheinung zum Kaffeehaus." Diesen launigen Spruch prägte der Dichter Erich Mühsam einst mit gutem Grund: Waren es doch die Cafés und Kneipen der Maxvorstadt, in denen sich die Literaten der Münchner Bohème mit Vorliebe trafen. Lernen Sie auf diesem Rundgang die Orte kennen, an denen sich berühmte Schriftsteller wie Heinrich Mann, Thomas Mann, Frank Wedekind,  Joachim Ringelnatz und viele andere regelmäßig einfanden und wo so manche literarische Idee ihren Ursprung hatte.  
Treffpunkt: Literaturhaus am Salvatorplatz, Treppenhaus EG
Freitag, 16. März 2018, 14:30 bis 16:30 Uhr 
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-bayern.de

War einmal ein Revoluzzer ... Revolution und Räterepublik in der Literatur

„Es muss jetzt wieder anarchistisch gearbeitet werden!“, schreibt Oskar Maria Graf in seinem autobiografischen Roman „Wir sind Gefangene“ über seine politische Haltung in den Revolutionswirren zwischen November 1918 und Mai 1919. Auch die beiden Schriftsteller Erich Mühsam und Ernst Toller haben ihre führende Rolle in der Revolution und Münchner Räterepublik in ihren Werken wiedergegeben. Auf diesem Stadtrundgang lernen wir die damaligen Ereignisse nicht nur aus der Sicht dieser drei politisch aktiven Dichter kennen, sondern auch aus der Beobachterperspektive von zwei weiteren Schriftstellern: Lion Feuchtwanger und Viktor Klemperer.
Treffpunkt: Karlsplatz-Stachus, unter dem Karlstor
Freitag, 22. Juni 2018, 14:30 bis 16:30 Uhr 
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-bayern.de

"Frag nichts, sag nichts, geh mit!" Bedeutsame Frauen berühmter Schriftsteller

Sie standen im Schatten ihrer prominenten Ehemänner und waren dabei selbst bedeutende Persönlichkeiten: Die Opernsängerin Marianne Zoff, die in der Ehe mit Bertolt Brecht kein Glück fand. Marta Feuchtwanger, kluge Beraterin und mehrmalige Retterin ihres Ehemanns Lion Feuchtwanger. Katia Pringsheim, erste Abiturientin Münchens und spätere Ehefrau von Thomas Mann. Die Schauspielerin Maria Kanová, die nach der Ehe mit Heinrich Mann in KZ-Haft geriet. Tilly Wedekind, die große Bühnenpartnerin ihres Mannes Frank Wedekind. 
Treffpunkt: Akademiestr. 15
Sonntag, 6. Mai 2018, 15:00 bis 17:00 Uhr 
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-bayern.de

Verbotene Schriftsteller ein literarischer Spaziergang nach Schwabing

„Es ist ein merkwürdiges Gefühl, seine Bücher nie mehr in den Regalen der Buchläden zu sehen …“, stellte Erich Kästner nach der Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 betroffen fest. Viele Schriftsteller teilten sein Schicksal: Ihre Werke gingen in der NS-Zeit in Flammen auf. Unser Spaziergang führt uns über die Staatsbibliothek, eine Wirkstätte Lion Feuchtwangers, zur Universität, an der Ödön von Horváth studierte, zum einstigen Wohnhaus Heinrich Manns in der Leopoldstraße und zu Erich Kästners Domizil in der Fuchsstraße. 
Treffpunkt: Feldherrnhalle, Odeonsplatz (MVV-Ticket erforderlich) 
Freitag, 11. Mai 2018, 14:30 bis 16:30 Uhr
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-Bayern.de

Lion Feuchtwangers Wurzeln im Lehel

"... dass nie wieder schlimme Zeiten für die Juden kommen" - mit dieser Hoffnung wuchs der Schriftsteller Lion Feuchtwanger Ende des 19. Jahrhunderts in einer jüdisch-orthodoxen Familie auf. Bei unserem Streifzug durchs Lehel begegnen wir ihm als Kind in seinem Elternhaus, als Abiturienten am Wilhelmsgymnasium und als hellsichtigem Literaten, der 1930 in seinem München-Roman „Erfolg“ die Engstirnigkeit der Münchner und die antisemitischen Strömungen in seiner Heimatstadt aufs Korn nimmt. 
Treffpunkt: St. Anna-Platz 2 
Nächster Termin: noch offen
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-bayern.de

Jüdisches Leben in München bis 1938 Familie Feuchtwanger und Schalom Ben Chorin

"... und es war 'unser München'". Am Beispiel der Familie des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und anhand der Autobiografie des Religionswissenschaftlers Schalom Ben Chorin sehen wir, wie christlich-jüdisches Zusammenleben in München bis 1938 aussah: wie es gläubigen Juden gelang, sich einerseits an ihre religiösen Vorschriften zu halten und andererseits den bayerischen Traditionen anzupassen. Thema dieser Führung ist auch das jüdische Gemeindeleben in München, bevor es in der NS-Zeit ein jähes Ende nahm. 
Treffpunkt: St. Anna-Platz 2 
Freitag, 4. Mai 2018, 14:30 bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Pädagogisches Institut, München

Literatur und NS-Widerstand ein Rundgang auf dem Friedhof Bogenhausen

„Es ist die höchste Pflicht für uns, sie (die Nazis) zu besiegen“, mahnte einst die Schriftstellerin Annette Kolb. Auf unserem Friedhofsrundgang besuchen wir die Grabstätten prominenter Schriftsteller und Künstler und betrachten dabei nicht nur ihr Lebenswerk, sondern auch ihre Position gegenüber dem NS-Regime: Oskar Maria Grafs Aufschrei „Verbrennt mich!“ zur Bücherverbrennung von 1933; Liesl Karlstadts Parodie auf Hitlers Reden; Erich Kästners riskanter Entschluss, bis zum Kriegsende in Deutschland auszuharren. 
Treffpunkt: Pfarrkirche St. Georg, Bogenhauser Kirchplatz 2
Freitag, 20. Oktober 2017, 14:30 bis 16:30 Uhr 
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-bayern.de

"Der Kurfürst weiß nicht, was ich kann." Mozart in München

Von allen Reisen, die Wolfgang Amadeus Mozart in die einstige Residenzstadt München führten, waren drei Aufenthalte für ihn von besonderer Bedeutung: Im Januar 1775 wurde seine Oper „La finta giardinera“ im alten Hoftheater am Salvatorplatz aufgeführt. 1777 führte ihn die Hoffnung auf eine Anstellung bei Hof nach München. Die Weiterreise nach Mannheim und Paris bedeutete für das junge Genie dramatische Erfahrungen von Liebe und Tod. Anfang 1781 wurde Mozarts Oper „Idomeneo“ im Cuvilliéstheater uraufgeführt. 
Treffpunkt: Literaturhaus am Salvatorplatz, Eingang zum Treppenhaus
Freitag, 20. April 2018, 14:30 bis 16:30 Uhr
Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern, www.dgb-bildungswerk-bayern.de