Themen und Termine

Für Privatgruppen sind auch Termine nach Vereinbarung möglich (Gruppenpreis ab 100,- € zzgl. MWSt.).

Literarisches München zur Zeit von Thomas Mann  Ausstellung in der Monacensia

„Wann immer ich Münchner Laute höre, Münchner Tonfall, wird es mir warm ums Herz“, schrieb Thomas Mann 1955, nachdem er Deutschland längst verlassen hatte. Bei diesem Rundgang tauchen wir ein in das literarische München von 1894 bis 1933 – von der Bohème- über die Kriegs- und Revolutionszeit bis hin zum Exil. Wir begegnen Frank Wedekind und Franziska zu Reventlow, Oskar Maria Graf und Erich Mühsam,  Liesl Karlstadt und Karl Valentin und nicht zuletzt Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seiner „amazing family“.
Treffpunkt: Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Str. 23

Donnerstag, 1. August 2019, 16.30 bis 18.00 Uhr
Donnerstag, 23. Januar 2020, 16.30 bis 18.00 Uhr

Anmeldung: DGB Bildungswerk Bayern, München-Programm:
http://www.bildungswerk-bayern.de/muenchenprogramm/seminare#b_start=0

„Ein Unsinn hört auf, ein neuer beginnt“ Oskar Maria Grafs frühe Münchner Jahre

Mit 17 Jahren kam Oskar Maria Graf nach München, fand Eingang in die Kreise der Anarchisten und Bohemiens, „saß dumm zwischen ihnen und versuchte ein möglichst bedeutendes Gesicht zu machen“. Die folgenden Jahre gehörten zu den aufregendsten seines Lebens. Auf diesem Rundgang begegnen wir dem jungen Dichter in Zeiten der Not und Verzweiflung, begleiten ihn durch Kriegs- und Revolutionswirren und erfahren von so mancher bedeutsamen Begegnung.
Treffpunkt: Zweigstr. 10
Mittwoch, 16. Oktober 2019, 16.00 bis 18.00 Uhr
Anmeldung: Münchner Bildungswerk: www.münchner-bildungswerk.de/de/
Donnerstag, 25. Juni 2020, 16.00 bis 18.00 Uhr
Anmeldung (ab Dezember 2019): DGB Bildungswerk Bayern

NEU: Dichter Anarchist Revolutionär:Zum 150. Geburtstag von Gustav Landauer

Er war ein brillanter Redner, ein bedeutender Anarchist und überzeugter Pazifist, ein vielseitiger Schriftsteller und genialer Übersetzer. Dennoch wäre Gustav Landauers Name heute kaum noch bekannt, hätte ihn nicht Kurt Eisner im November 1918 zu seiner Unterstützung nach München gerufen. Es war eine Einladung in den Tod: Bei der blutigen Niederschlagung der Münchner Räterepublik wurde Gustav Landauer am 2. Mai 1919 grausam ermordet. Gewinnen Sie auf diesem Rundgang einen Eindruck von seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit und erfahren Sie, was sich in seinen letzten Lebensmonaten in München ereignete.
Treffpunkt
: Amalienstraße 36
Sonntag, 5. April 2020, 15.30 bis 17.30 Uhr

Anmeldung
(ab Dezember 2019): DGB Bildungswerk Bayern

NEU: Stelen Tafeln Steine ...
Orte der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

In der NS-Zeit wurden unzählige Menschen verfolgt und ermordet: viele aus politischen, "rassischen" oder religiösen Gründen, andere wegen ihrer Homosexualität oder einer Behinderung, wieder andere, weil sie den Widerstand gegen das NS-Regime gewagt hatten. Auf diesem Rundgang werden an ausgewählten Erinnerungsorten die Lebensgeschichten einzelner Persönlichkeiten vorgestellt. Unter ihnen finden sich neben bekannten Namen wie Hans und Sophie Scholl, Georg Elser und Walter Klingenbeck auch weniger bekannte wie Emil Oestreicher und Irmgard Burger.
Treffpunkt: Türkenstraße 68
Mittwoch, 13. Mai 2020, 16.30 bis 18.30 Uhr
Anmeldung (ab Dezember 2019): DGB Bildungswerk Bayern

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Der bekannte Spruch des Bohème-Schriftstellers Otto Julius Bierbaum bildet das Leitthema dieser literarischen Tour durch die Maxvorstadt. Sie hören Humorvolles, Hintersinniges, Anekdotisches von namhaften Literaten und Künstlern, deren Werke Erinnerungen an das Stadt(teil)leben von der Bohèmezeit bis in die Nachkriegsjahre wach werden lassen. Thema sind u. a. die Erlebnisse des Simplicissimus-Hausdichters Joachim Ringelnatz ebenso wie die Kindheitserinnerungen des "Amalienstraßlers" Gerhard Polt. 
Treffpunkt: Georgenstraße 24
Donnerstag, 8. August 2019, 17.00 bis 19.00 Uhr
Anmeldung: DGB Bildungswerk Bayern, München-Programm:
http://www.bildungswerk-bayern.de/muenchenprogramm/seminare#b_start=0

Kneipen und Kaffeehäuser Treffpunkte der Münchner Literaten

"Das Leben ist eine Begleiterscheinung zum Kaffeehaus." Diesen launigen Spruch prägte der Dichter Erich Mühsam einst mit gutem Grund: Waren es doch die Cafés und Kneipen der Maxvorstadt, in denen sich die Literaten der Münchner Bohème mit Vorliebe trafen. Lernen Sie auf diesem Rundgang die Orte kennen, an denen sich berühmte Schriftsteller wie Heinrich Mann, Thomas Mann, Frank Wedekind,  Joachim Ringelnatz und viele andere regelmäßig einfanden und wo so manche literarische Idee ihren Ursprung hatte.  
Treffpunkt: Literaturhaus am Salvatorplatz, Treppenhaus EG
Freitag, 27. März 2020, 14.30 bis 16.30 Uhr
Anmeldung (ab Dezember 2019): DGB Bildungswerk Bayern

"Frag nichts, sag nichts, geh mit!" Bedeutsame Frauen berühmter Schriftsteller

Sie standen im Schatten ihrer prominenten Ehemänner und waren dabei selbst bedeutende Persönlichkeiten: Die Opernsängerin Marianne Zoff, die in der Ehe mit Bertolt Brecht kein Glück fand. Marta Feuchtwanger, kluge Beraterin und mehrmalige Retterin ihres Ehemanns Lion Feuchtwanger. Katia Pringsheim, erste Abiturientin Münchens und spätere Ehefrau von Thomas Mann. Die Schauspielerin Maria Kanová, die nach der Ehe mit Heinrich Mann in KZ-Haft geriet. Tilly Wedekind, die große Bühnenpartnerin ihres Mannes Frank Wedekind. 
Treffpunkt: Akademiestr. 15
Nächster Termin: noch offen (voraussichtlich Juli 2020)

Verbotene Schriftsteller die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933

„Es ist ein merkwürdiges Gefühl, seine Bücher nie mehr in den Regalen der Buchläden zu sehen …“, stellte Erich Kästner nach der Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 betroffen fest. Viele Schriftsteller teilten sein Schicksal: Ihre Werke gingen in der NS-Zeit in Flammen auf. Unser Spaziergang führt uns über die Staatsbibliothek, eine Wirkstätte Lion Feuchtwangers, zur Universität, an der Ödön von Horváth studierte, zum einstigen Wohnhaus Heinrich Manns in der Leopoldstraße und zu Erich Kästners Domizil in der Fuchsstraße. 
Treffpunkt: Feldherrnhalle, Odeonsplatz (MVV-Ticket erforderlich)
Donnerstag, 7. Mai 2020, 16.00 bis 18.00 Uhr
Anmeldung (ab Dezember 2019): DGB Bildungswerk Bayern

Lion Feuchtwangers Wurzeln im Lehel

"... dass nie wieder schlimme Zeiten für die Juden kommen" - mit dieser Hoffnung wuchs der Schriftsteller Lion Feuchtwanger Ende des 19. Jahrhunderts in einer jüdisch-orthodoxen Familie auf. Bei unserem Streifzug durchs Lehel begegnen wir ihm als Kind in seinem Elternhaus, als Abiturienten am Wilhelmsgymnasium und als hellsichtigem Literaten, der 1930 in seinem München-Roman „Erfolg“ die Engstirnigkeit der Münchner und die antisemitischen Strömungen in seiner Heimatstadt aufs Korn nimmt. 
Treffpunkt: St. Anna-Platz 2
Freitag, 27. September 2019, 14.30 bis 16.30 Uhr
Anmeldung: DGB Bildungswerk Bayern, München-Programm:
http://www.bildungswerk-bayern.de/muenchenprogramm/seminare#b_start=0

Jüdisches Leben in München bis 1938 Familie Feuchtwanger und Schalom Ben Chorin

"... und es war 'unser München'". Am Beispiel der Familie des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und anhand der Autobiografie des Religionswissenschaftlers Schalom Ben Chorin sehen wir, wie christlich-jüdisches Zusammenleben in München bis 1938 aussah: wie es gläubigen Juden gelang, sich einerseits an ihre religiösen Vorschriften zu halten und andererseits den bayerischen Traditionen anzupassen. Thema dieser Führung ist auch das jüdische Gemeindeleben in München, bevor es in der NS-Zeit ein jähes Ende nahm. 
Treffpunkt: St. Anna-Platz 2
Freitag, 26. Juli 2019, 14.30 bis 16.30 Uhr (Anmeldung: Münchner Volkshochschule)
Sonntag, 17. Mai 2020, 16.00 bis 18.00 Uhr
Anmeldung (ab Dezember 2019): DGB Bildungswerk Bayern

Literatur und NS-Widerstand ein Rundgang auf dem Friedhof Bogenhausen

„Es ist die höchste Pflicht für uns, sie (die Nazis) zu besiegen“, mahnte einst die Schriftstellerin Annette Kolb. Auf unserem Friedhofsrundgang besuchen wir die Grabstätten prominenter Schriftsteller und Künstler und betrachten dabei nicht nur ihr Lebenswerk, sondern auch ihre Position gegenüber dem NS-Regime: Oskar Maria Grafs Aufschrei „Verbrennt mich!“ zur Bücherverbrennung von 1933; Liesl Karlstadts Parodie auf Hitlers Reden; Erich Kästners riskanter Entschluss, bis zum Kriegsende in Deutschland auszuharren. 
Treffpunkt: Pfarrkirche St. Georg, Bogenhauser Kirchplatz 2
Sonntag, 29. September 2019, 15.30 bis 17.00 Uhr
Anmeldung: DGB Bildungswerk Bayern, München-Programm:
http://www.bildungswerk-bayern.de/muenchenprogramm/seminare#b_start=0

"Der Kurfürst weiß nicht, was ich kann." Mozart in München

Von allen Reisen, die Wolfgang Amadeus Mozart in die einstige Residenzstadt München führten, waren drei Aufenthalte für ihn von besonderer Bedeutung: Im Januar 1775 wurde seine Oper „La finta giardinera“ im alten Hoftheater am Salvatorplatz aufgeführt. 1777 führte ihn die Hoffnung auf eine Anstellung bei Hof nach München. Die Weiterreise nach Mannheim und Paris bedeutete für das junge Genie dramatische Erfahrungen von Liebe und Tod. Anfang 1781 wurde Mozarts Oper „Idomeneo“ im Cuvilliéstheater uraufgeführt. 
Treffpunkt: Literaturhaus am Salvatorplatz, Eingang zum Treppenhaus
Sonntag, 26. April 2020, 15.30 bis 17.30 Uhr
Anmeldung:
DGB Bildungswerk Bayern (ab Dezember 2019)