München 19181919 / Südfrankreich 19331940

Im November 1918 stürzte die Monarchie und Kurt Eisner rief den Freistaat Bayern aus. Die darauf folgende Rätezeit hatte jedoch nur sehr kurze Zeit Bestand. Über diese Ereignisse, die sich zum 100. Mal jähren, werde ich im Frühjahr 2019 in einem Vortrag berichten.

Ein weiterer Vortrag befasst sich mit den Schriftstellern, die während der NS-Zeit Zuflucht in den südfranzösischen Küstenorten Nizza und Sanary-sur-Mer suchten.

Vortrag: Dichter an der Macht
Als die Schriftsteller von einer besseren Welt träumten

Mit der unblutigen Revolution und der Ausrufung des Freistaats Bayern sollte nach den Worten von Kurt Eisner »der Traum von neuem Menschenglück" Wirklichkeit werden. Die Begriffe »Dichter« und »Revolution« waren plötzlich aufs Engste miteinander verwoben: In der Folgezeit stiegen Gustav Landauer, Ernst Toller und Erich Mühsam – alle drei pazifistisch gesinnte Schriftsteller – zu den intellektuellen Leitfiguren der Rätebewegung auf.
In diesem Vortrag sollen ausgewählte Texte der am Geschehen beteiligten Dichter (zu denen auch Oskar Maria Graf gehörte), aber auch beobachtender Schriftsteller (wie Heinrich Mann, Thomas Mann und Victor Klemperer) die damaligen Ereignisse in Erinnerung rufen. Das blutige Ende der Rätebewegung nahm Gustav Landauer mit den Worten vorweg: »... leicht möglich, dass es nur ein paar Tage sind, und dann war es ein Traum.«

Ort: Tolstoi-Bibliothek, Thierschstraße 11, München
Termin: Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19 Uhr
Eintritt: 5 € – Anmeldung nicht erforderlich

Ort: DGB Bildungswerk Bayern, Schwanthalerstr. 64, München
Termin: Donnerstag, 4. April 2019, 19 bis 21 Uhr
Anmeldung: Anmeldung@Bildungswerk-Bayern.de

Vortrag mit Bildern: Exil unter Palmen
Deutsche Schriftsteller an der französischen Riviera

Als die Nationalsozialisten 1933 in Deutschland die Macht übernahmen, wurde die südfranzösische Küste zur Exilstation für viele verfolgte Schriftsteller. Manche von ihnen – wie Heinrich Mann, Joseph Roth und Hermann Kesten – ließen sich in Nizza nieder. Die weitaus meisten aber suchten Zuflucht im Küstenort Sanary-sur-Mer, darunter Lion Feuchtwanger, Thomas Mann, Ludwig Marcuse, René Schickele, Ernst Toller und Franz Werfel. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Frankreich begann ein verzweifelter Kampf um Ausreisegenehmigungen, eine neue Fluchtwelle setzte ein.

Ort: Gasteig Kulturzentrum, Raum 2162
Termin: Mittwoch, 17. Oktober 1918, 19 bis 21 Uhr
Anmeldung: www.mvhs.de