München 1918–1919

Im November 1918 stürzte die Monarchie und Kurt Eisner rief den Freistaat Bayern aus. Die darauf folgende Rätezeit hatte jedoch nur sehr kurze Zeit Bestand. Über diese Ereignisse, die sich zum 100. Mal jähren, werde ich im Frühjahr 2019 in einem Vortrag berichten.

Vortrag: Dichter an der Macht
Als die Schriftsteller von einer besseren Welt träumten

Mit der unblutigen Revolution und der Ausrufung des Freistaats Bayern sollte nach den Worten von Kurt Eisner »der Traum von neuem Menschenglück" Wirklichkeit werden. Die Begriffe »Dichter« und »Revolution« waren plötzlich aufs Engste miteinander verwoben: In der Folgezeit stiegen Gustav Landauer, Ernst Toller und Erich Mühsam – alle drei pazifistisch gesinnte Schriftsteller – zu den intellektuellen Leitfiguren der Rätebewegung auf.
In diesem Vortrag sollen ausgewählte Texte der am Geschehen beteiligten Dichter (zu denen auch Oskar Maria Graf gehörte), aber auch beobachtender Schriftsteller (wie Heinrich Mann, Thomas Mann und Victor Klemperer) die damaligen Ereignisse in Erinnerung rufen. Das blutige Ende der Rätebewegung nahm Gustav Landauer mit den Worten vorweg: »... leicht möglich, dass es nur ein paar Tage sind, und dann war es ein Traum.«

Ort: DGB Bildungswerk Bayern, Schwanthalerstr. 64, München
Termin: Donnerstag, 4. April 2019, 19 bis 21 Uhr
Anmeldung: Anmeldung@Bildungswerk-Bayern.de